Mit dem Journalisten Klaus Grimberg habe ich darüber gesprochen, wie er mit viel Liebe zur Geschichte seiner Familie, Zeitaufwand und Detektivsinn den Haushalt seiner Mutter aufgelöst hat.
Podcastfolge: Einen Haushalt auflösen - und fast nichts auf den Müll werfen
Klaus Grimberg hat 5 Jahre lang die Schätze aus dem Keller seiner verstorbenen Mutter geräumt. Hier sind seine Top 3 Tipps für so ein Vorhaben:
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Zeit einplanen Wenn man wenig Zeit hat, einen Haushalt aufzulösen, bleibt meistens nur der Container, in dem Unterlagen, Bücher, Hausrat und große Möbel verschwinden. Wenn man die Geschichte seiner Familie aufarbeiten und die Sachen an Museen oder Archive abgeben will, braucht man viel Zeit. Vor allem, wenn man nicht am Ort des aufzulösenden Haushalts wohnt. Im Fall von Klaus und seiner Familie etwa 5 Jahre. Diese lange Zeit ist auch gut, um den Prozess des Abschiednehmens abschließen.
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Aufgaben aufteilen Die drei Geschwister haben das Auflösen des Haushalts nach ihren Interessen aufgeteilt: Klaus hat als Historiker und Journalist Sachen mit geschichtlicher Bedeutung wie Fotos, Geschäftsunterlagen und Schulsachen weitergegeben. Seine künstlerisch veranlagte Schwester hat sich um die kunsthandwerklichen Dinge gekümmert und seine pragmatische Schwester hat praktische Bereiche wie Kleidung übernommen. So hatte jeder sein Ressort und es gab nicht zu viel Bedarf an Absprache.
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Immateriellen Wert von Sachen erkennen Im Haushalt von Klaus Mutter gabe es keine großen Schätze. Aber sie hatte viele besondere Dinge in ihrem Keller aufbewahrt. Die Geschäftsunterlagen des Gemüsestands der Großeltern aus den 50er Jahren, die Gründungsurkunde eines Mehlemer Fußballvereins aus den 1920er Jahren, ihre gesamten Schulhefte und den Tornister, historische Straßenkarten und 60 Jahre alte Obstkonserven. Durch diese Sachen haben die Nachkommen ihre Familiengeschichte intensiv kennengelernt - und viele Archive, Forschungseinrichtungen und Museen beglückt.
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